Statement Paul Schenk
„Man kann nie gut genug sein"

Paul Schenk hat am Trainingslager für Hobbyspieler „Fun meets Profession" in der Tölzer HACKER-PSCHORR Arena teilgenommen. Neben einem ordentlichen Muskelkater hat er eine ganze Reihe wertvoller Tipps mit in die neue Saison nehmen können. Eishockey News sprach mit Schenk über seine Erfahrungen.
Sie spielen beim PRC Rheingold. Wie sind denn die letzten Spiele Ihres Teams gelaufen?
Naja, wie gewonnen, so zerronnen. (lacht)
Was bedeutet das denn?
Wir hatten fünf Spiele. Drei haben wir gewonnen, zwei verloren. Also ein relativ ausgeglichener Start in die Saison.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Leistung?
Man kann ja nie gut genug sein ...
Sie haben an einem mehrtägigen Trainingslager für Hobbyspieler in der Tölzer HACKER-PSCHORR Arena teilgenommen. Haben Sie das Gefühl, es hat Ihnen was gebracht?
Auf jeden Fall, natürlich. Neben einer Menge technischer Verbesserungen hat es leider auch einen ordentlichen Muskelkater gebracht, denn es war am Anfang der Saison ... dann gleich mal acht Sunden professionelles Training in drei Tagen, da war ich am Schluss bewegungsunfähig.
Bewegungsunfähig? Das heißt der Trainer hat Sie ordentlich laufen lassen. Man hat schon so einiges gemacht, das stimmt.
Was hat man denn gemacht?
In erster Linie Lauftechnik. Dazu auch einige taktische Grundübungen, später dann spieltaktische Aufbauübungen.
Ist das etwas, wofür man einen Profitrainer braucht?
Ja, auf alle Fälle. Ein Profi hat eine ganz andere Erfahrung. Er sieht mit seinem geschulten Auge sofort, was man falsch macht und kann einem dann genau die richtigen Tipps geben. Oft sind es sowieso nur ganz kleine Dinge, die man ändern muss, und die Resultate sind gleich bedeutend besser.
Seit wann spielen Sie denn Eishockey?
Seit fünf Jahren wieder. Ich hatte früher viel gespielt, dann eine Pause gemacht, aber in den vergangenen fünf Jahren hab ich stetig gespielt.
Ist es da nicht seltsam, dass man nach so langer Zeit auf dem Eis auch noch derart grundlegende Dinge wie die Lauftechnik verbessern muss?
Nein, denn gerade solche Grundlagen sind ja immens wichtige Bestandteile des Eishockeys. Wenn man daran arbeitet, ist es eigentlich nur überraschend, wie viel Potenzial noch da ist. Ich konnte an diesen Punkten noch eine ganze Menge dazulernen.
Bei den Trainingslagern trifft man ja auf unbekannte Mannschaftskameraden. Ist das eher ein Vorteil oder eher ein Nachteil?
So ein Trainingscamp schweißt einen sofort zusammen. Man geht aufs Eis, trainiert zusammen, dazu die Betreuung durch einen wirklich guten Trainer. Man kommt als gemischte Truppe an und wird sofort ein Team. Das macht eine Menge aus, wenn man dann mit unbekannten Spielern trainiert. Man kann sich ja auch gegenseitig irre viel zeigen.
Wie läuft ein solches Profi-Training ab?
Als erstes gibt es eine Besprechung, man wird in Teams eingeteilt. Jedes Team bekommt eigene Mannschaftstrikots, die wurden uns zur Verfügung gestellt. Dann ist man aufs Eis gegangen, hat sich aufgewärmt. Dann kamen Schuss- und Laufübungen, damit sich die Trainer ein Bild machen konnten, wie der Stand der Dinge bei den Burschen ist.
Und dann wurde man in Leistungsgruppen eingeteilt?
Nein, man hat immer gemeinsam Übungen an verschiedenen Stationen gemacht. Danach wurden in der Gruppe Aufbauübungen gemacht. Fünf gegen drei, zwei gegen eins, solche Spiele, wo man das Gelernte gleich anwenden konnte.
Wovon haben Sie am ehesten profitiert?
Die Aufbauübungen waren schon teilweise schwer, gerade für Hobbyspieler. Da brauchte man sehr viel Konzentration. Es ist auch nicht ganz einfach, das jedes Mal im echten Leben umzusetzen. Kleinere Aufbauübungen konnte ich dagegen schon umsetzen, das hat auch in den Liga-Spielen ganz gut funktioniert.
Auch das Angebot ist in diesem Jahr ein anderes, es ist um einige Features erweitert worden.
Der Waschservice, also dass die Trikots von einem Training zum anderen frisch gewaschen wieder da liegen, das ist super sensationell und auch sinnvoll. Super sind auch die original HACKER-PSCHORR Trikots, die sind auch wahnsinnig gut angekommen, die wollten alle gleich mitnehmen. Dass Handtücher und Getränke gestellt werden, ist natürlich schon super. Und danach das Essen in der Kantine ... man trifft sich noch mal mit den Mannschaftskameraden und kann alles durchsprechen. Eine echt runde Sache.